Die Bedeutung der „Deals“ des deutschen Kriegsministers in der Ukraine (18-5-26)


Laut der Berliner Zeitung vom 11.5.26 ging es in der Reise um „gemeinsame Entwicklung modernster unbemannter Waffensysteme aller Reichweiten“, wie es Pistolius nach der Berliner Zeitung Deutschen Presse-Agentur zum Auftakt der Reise sagte.

Die BZ weiter: „Im Mittelpunkt stehe die gemeinsame Entwicklung moderner unbemannter Systeme in allen Reichweiten, gerade auch im Bereich „deep strike“. Damit ist die Fähigkeit gemeint, Ziele weit im Hinterland eines Gegners zu zerstören.“

Neben der Finanzierung von Bestellungen der UA von Patriot und Iris-T-Raketen will Pistolius „mit ukrainischen Partnern die Produktion Tausender Drohnen mittlerer und größerer Reichweite“ produzieren.

Was bedeutet das genau?

Pistolius’ Abmachungen mit Selenskyj stellen den Einstieg in direkte Konfrontation mit Russland dar.

Statt dass man sich in Berlin bisher noch darauf berufen konnte, dass ein Einsatz weitreichender Raketen/Waffen die „Schuld“ des US-Präsidenten wäre, ist nun klar, wo die Verantwortung liegt: bei der deutschen Regierung in Verbindung mit der Regierung der Ukraine. Moskau weiß also bei zukünftigen Attacken in der Tiefe seines Landes immer, dass da entweder Kiew oder Berlin hintersteckt. Es dürfte seine eigenen Feuerpläne danach ausrichten.

Und für Angriffe in die Tiefe hatte die deutsche Regierung schon vor Pistolius’ Reise schon über 600 Taurus parat. Zusammen mit seinen NATO-Verbündeten rechnet man dazu ca. 2200 Flugzeuge gegen 1200 Russlands.

Nun werden in absehbarer Zeit noch weitreichende Drohnen hinzukommen, entweder ukrainische mit deutscher Beteiligung oder deutsche mit ukrainischer Beteiligung, die Ziele weit im Hinterland Russlands treffen können (s. die Zitate aus dem BZ-Artikel oben).

Damit ist eine Lage entstanden, die für Deutschland extrem gefährlich ist. Denn: Bisher wurde ja bezüglich einer Überlassung des Taurus an die Ukraine immer argumentiert, dass man damit auch der Ukraine die Zielkoordinaten übergeben müsse oder die ihr zur Verfügung gestellten Taurusse/Tauri selbst steuern müsse.

Nun sind diese „Hindernisse“durch Pistolius’ Drohnen-Deal beseitigt. Wahrlich eine patriotische Tat des deutschen Kriegsministers!

Es sei nochmals betont: Man weiß also in Zukunft in Moskau nicht mehr, ob ein Drohneneinschlag noch nur eine ukrainische Attacke darstellt oder schon eine Attacke aus Deutschland oder ob es „nur“ eine Attacke mit deutscher Hilfe ist.

Man glaube doch in der deutschen Bevölkerung nicht, dass das in Israel gekaufte Arrow III Flugabwehrsystem zusammen mit Patriot und Iris-T einen zweiten „Iron Dome“(=Eiserne Kuppeln) über unserem Land spannen könnte! Die Einschläge in Israel in den vergangenen Jahren zeigen die Löchrigkeit solcher „Eisernen Kuppeln“ – und bei Atomwaffen genügen wahrlich wenige Raketen, die die Kuppeln überwinden.